Letters from Iceland
Zwischen den Nordlichtern und dem Charme der isländischen Küste gab es einst einen Ort, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen sollte und damit ein Gefühl der Nostalgie für ein Leben weckte, welches ich selbst nie gelebt habe.
Was passiert, wenn du plötzlich anfängst deine Herkunft, fremdes Kulturerbe und Identität zu hinterfragen; wenn sich deine gesamte Sichtweise auf dein Leben dadurch verändert?
– Dieser Ort, mitsamt seiner Geschichte, wird ein Teil von dir. Und du damit wiederum ein Teil seiner Geschichte.
Let images speak

Im Laufe meines Lebens habe ich viele verschiedene Stationen durchlaufen und zahlreiche unterschiedliche Leben gelebt. Ich war Studentin der Kunst und Literatur, Begleiterin vieler Menschen auf ihrem ganz persönlichen Weg der Trauer. Ich habe in die Abgründe der menschlichen Psyche und die Tiefen des Leidens von Menschen gesehen – Erfahrungen, die meine Sicht auf das Leben nachhaltig geprägt haben.
Sogar die Wissenschaft – mit all ihren Versuchen für Erklärungen und darin enthaltenden Grenzen – war stets eng verwoben mit Glaube, künstlerischen Selbstausdruck und den vielfältigen Metaebenen des menschlichen Daseins.
In all dem bin ich ein Mensch, der das Leben zum ersten Mal erfährt und genau den darin gewonnen Eindrücken Ausdruck verleihen möchte.
In diesem Portfolio kombiniere ich Schreiben, Handwerkskunst und Fotografie in einzigartigen, ausdrucksstarken Projekten.
Mit Worten, Bildern und verschiedenen Materialien erzähle ich Geschichten und ermögliche einen einzigartigen Einblick in meine kreativen Arbeiten.
Dabei lege ich besonderen Wert auf Authentizität, Liebe zum Detail und eine klare, persönliche Handschrift.
Leidenschaft gibt dem Leben Bedeutung. Daher finde ich sie in handwerklichen Tätigkeiten wie der Malerei, dem Sticken und Stricken. Inspiration schöpfe ich aus der Arbeit mit natürlichen Materialien, ebenso wie aus traditionellen Elementen wie den den Mustern klassischer isländischer Pullover.
Jahrhundertealte Handwerkstraditionen in unserer heutigen Welt zu bewahren – einer Welt, die zunehmend von Virtualität und der Schnelllebigkeit des Konsums geprägt ist –, ist für mich von großer Bedeutung. In meiner Arbeit wird dieses Bewahren zugleich zu einem bewussten Statement.

